Linux: Server installieren und bauen
OpenGenesisLINK unter Linux kompilieren: Git, .NET 8 SDK, libgdiplus, Prebuild, Build-Befehle und Start des OpenSimulators.

OpenGenesisLINK unter Linux bauen
Diese Anleitung gilt als Grundlage für Debian/Ubuntu auf x86_64/AMD64 oder ARM64/aarch64. Die Architektur bestimmt die benötigten .NET-Installationspakete. Verwendet wird der offizielle Stable-Quellcode; ein produktiver Grid-Betrieb benötigt zusätzliche Datenbank-, Netzwerk- und Sicherheitskonfiguration.
1. Notwendige Werkzeuge installieren
sudo apt update
sudo apt install -y git curl ca-certificates unzip libgdiplus libc6-dev
Installiere anschließend das .NET 8 SDK über die offizielle Microsoft-Anleitung für deine konkrete Distribution. Wenn das Microsoft-Paketrepository bereits eingerichtet ist, lautet der übliche Befehl:
sudo apt install -y dotnet-sdk-8.0
dotnet --info
Hinweis: Wenn dotnet-sdk-8.0 nicht gefunden wird, fehlt möglicherweise die passende Microsoft-Paketquelle. Richte diese nach der offiziellen Anleitung für deine Debian-/Ubuntu-Version ein; installiere nicht ersatzweise nur aspnetcore-runtime.
2. Stabile Serverversion herunterladen
Aktuelles Stable-Quellcode-ZIP herunterladen
Entpacke die heruntergeladene ZIP in ein neues Arbeitsverzeichnis und öffne dort im Terminal den Ordner mit OpenSim.sln. Alternativ kannst du das Repository mit Git klonen und das gewünschte Stable-Tag von Veröffentlichungen auschecken:
curl -fLsS -o opengenesislink-stable.zip https://opengenesislink.de/download/server/latest.zip
mkdir -p ogl-source
unzip -q opengenesislink-stable.zip -d ogl-source
cd "$(find ogl-source -mindepth 1 -maxdepth 1 -type d | head -n 1)"
Nach dem Download: Mit cd opengenesislinkserver, git fetch --tags und git checkout <STABLE-TAG> zum veröffentlichten Release wechseln. main enthält dagegen laufende Entwicklung.
3. Projekt bauen
chmod +x ./runprebuild.sh ./compile.sh
./runprebuild.sh
./compile.sh
Wenn du den Build direkt mit dem SDK ausführen möchtest, verwende nach dem Prebuild alternativ:
dotnet build --configuration Release OpenSim.sln
4. Erste Standalone-Region
Für einen einfachen lokalen Test kannst du Standalone mit SQLite verwenden. Prüfe vorher die Beispielkonfigurationen, überschreibe niemals eine bestehende Produktiv-INI:
cd bin
cp -n OpenSim.ini.example OpenSim.ini
cp -n config-include/StandaloneCommon.ini.example config-include/StandaloneCommon.ini
Wähle in OpenSim.ini im Abschnitt [Architecture] die passende Standalone.ini oder StandaloneHypergrid.ini. Öffne die Datei und kontrolliere Netzwerkadresse, Ports und Regionen. Starte dann den Simulator:
./opensim.sh
Die erste Region wird anhand deiner Regionseinstellungen eingerichtet. Prüfe danach die Konsolenausgabe auf Fehler.
5. Grid mit Robust statt Standalone
Für einen Betrieb mit mehreren Simulatoren brauchst du Robust als zentrale Instanz, gemeinsame Datenbankdienste und passende Grid-Konfiguration. In diesem Fall nicht die Standalone-Includes aktivieren:
cp -n Robust.HG.ini.example Robust.HG.ini
cp -n config-include/GridCommon.ini.example config-include/GridCommon.ini
# OpenSim.ini: im Abschnitt [Architecture] GridHypergrid.ini aktivieren
# Robust / Simulator und Datenbanken passend konfigurieren
# Robust zuerst starten:
dotnet Robust.dll
# Simulator separat in einem zweiten Terminal:
# cd bin && ./opensim.sh
Robust und Simulator können verschiedene Prozesse oder Server verwenden. Die Datenbankverbindung, Grid-URI, Login-URI, Firewall und Regionsports müssen zusammenpassen. Für einen produktiven Server außerdem TLS/Reverse Proxy, getrennte Zugriffsrechte, Backups und sichere Geheimnisse einrichten.
Fehlersuche und weitere Dokumentation
dotnet --info: Ist das SDK installiert?dotnet build --configuration Release OpenSim.sln: Zeigt konkrete Compilerfehler.file bin/OpenSim.dll: Prüft, ob die Assemblies vorliegen.- Build-Hinweise des Repositorys
- Windows-Anleitung